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Gesamtprojektleitung Morphing History

Was geschieht, wenn sich drei Künstlerinnen gemeinsam mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen in Deutschland, Polen und Tschechien mit der Zeit des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzen? Leitung und Prozesssteuerung dreier künstlerischer Einzelvorhaben unter einem gemeinsamen gedanklichen Dach für die Bonner Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.

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Projekthintergrund

Gemeinsam mit drei Künstlerinnen und schulischen Partnern in Deutschland, Polen und Tschechien hat die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in Bonn erfahrungsbasierte Methoden der Vermittlung von einzelnen Geschehnissen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erprobt.

Zu Beginn des Vorhabens stand zunächst eine lose Idee: Menschen zu bewussten Gestaltern ihrer Zeit werden zu lassen – ausgehend von historischen Ereignissen und gemeinsam mit professionellen Künstlern und schulischen Partnern, die Interesse an der Bearbeitung dieses Themenfeldes hatten. Man wollte sich auf die Suche machen nach geeigneten Methoden, die – ohne den direkten Kontakt zu Zeitzeugen – jungen Menschen die Geschichte des Nationalsozialismus vermitteln können. Kunst und künstlerische Prozesse sollten Motor und Impulsgeber sein, um sich eigentlich unbegreiflichen Themen annähern zu können, aus der Geschichte zu lernen und Anschlussmöglichkeiten für die Gegenwart und Zukunft aufzudecken. Ziel war es, zu erkunden, inwieweit das Miteinander von Kunst und Pädagogik in der Erinnerungsarbeit wirksam sein kann und welche Verbindungen sich über die Zeit hinweg sowie über die drei beteiligten Projektländer ergeben würden. Gleichzeitig wollte man den Umgang jüngerer Generationen mit der Geschichte in den  Blick nehmen – und zwar basierend auf dem Freiraum, Vergangenes selbst für sich zu deuten, legitime Fragen neu zu stellen und eigene Antworten für die Gegenwart zu entwickeln.

  

Ergebnis

In drei künstlerisch-ästhetischen Einzelvorhaben, verbunden unter einem gemeinsamen gedanklichen Dach, hatten deutsche, polnische und tschechische Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich historischen Ereignissen über sinnliche, mehrdimensionale Wege anzunähern. Realisiert wurden eine länderübergreifende Theaterbegegnung, die Erstellung von Werken aus Sandstein als Symbole des Friedens sowie ein aus 20 Hainbuchen bestehender „Garten der Zukunft“. Die Projekte waren in ihrer Ausrichtung und Vorgehensweise unterschiedlich; wir haben uns bewegt zwischen einem sehr offenen Prozess, einem zielgerichteten und insgesamt prozessorientierten Verlauf bis hin zur Umsetzung einer klaren künstlerischen Konzeption.

Über 80 Schülerinnen und Schüler schließlich haben den Raum zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf verschiedene Weise gefüllt. Sie haben eigene Zugänge zu Teilen nationalsozialistischer und europäischer Geschichte aufgedeckt, über die künstlerische Auseinandersetzung ihr Wissen, ihre Sichtweisen und schöpferischen Ausdrucksformen in das Geschehen eingebracht.

Die Erfahrungen aus über drei Jahren praktischer Projektarbeit zeigen, dass die Kunst ein sensibler und hochwertiger Türöffner für eine bewusste Auseinandersetzung mit Geschichte sein kann. Die Ergebnisse geben Einblick in lebendige und vielschichtige Erinnerungsprozesse der vierten Nachkriegsgeneration, in das fruchtbare Zusammenspiel der zwei Systeme Kunst und Pädagogik und in die Begegnung unterschiedlicher Kulturen.

 

Leistungen / Handlungsumfang
  • Durchführung eines „Projektlabors“ mit jugendlichen und erwachsenen Vertreterinnen und Vertretern aller beteiligten Organisationen zur Verständigung auf einen gemeinsam verantworteten Grundgedanken
  • Entwicklung des übergreifenden Leitkonzeptes, in dem sich Ziele und Absichten aller Beteiligten wiederfinden – als inhaltliche Rahmung für die Einzelvorhaben
  • Entwicklung und Konkretisierung dreier Einzelprojekte gemeinsam mit den beteiligten Künstlerinnen
  • Steuerung und Begleitung des Gesamtprozesses und Koordination der einzelnen Projektaktivitäten
  • Entwicklung von Kooperationsstrukturen und Gestaltung der Einzelprozesse
  • Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Reflexion von Prozessverlauf und Projektergebnissen
  • Dokumentation der Projektreihe
Zeitraum

2007 bis 2010 (Abschluss 2011 mit einer Dokumentation)

Auftraggeber

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn

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Mehrsprachige Dokumentation “Morphing History”

Inhaltliche Konzeption, Autorenschaft und Gesamtredaktion für die Dokumentation des mehrteiligen Projektes „Morphing History“ der Bonner Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft. Beobachtungen, Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Zusammenspiel zwischen Kunst und Pädagogik im Zuge der geschichtlichen Erinnerungsarbeit.

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Projekthintergrund

Anfang Oktober 2011 ist die dreisprachige Dokumentation zum mehrteiligen Projekt Morphing History erschienen, dessen Leitung wir als inbetweener inne hatten. Der Band gibt Einblick in einen vielschichtigen und spannenden Prozess, mit dem die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft in Bonn gemeinsam mit Künstlerinnen und Schulen in Deutschland, Polen und Tschechien erfahrungsbasierte Methoden der Vermittlung von einzelnen Geschehnissen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erprobt hat.

Die Publikation sollte den gesamten Verlauf des Leitvorhabens mit seinen drei Teilprojekten in schöner, lesbarer und wertschätzender Form darlegen, einen tieferen Einblick in die Umsetzungsebene geben und die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen. Anliegen war es, aufzuzeigen, wie und in welcher Form Schülerinnen und Schüler Vergangenheit und Gegenwart über künstlerische Herangehensweisen verwoben haben. Die Dokumentation sollte in der Erinnerungsarbeit aktive Personen zum Nachsinnen einladen, inspirieren und vor allem eines: ermutigen, eigene Wege zu beschreiten.

 

Ergebnis

Entstanden ist eine 80seitige Projektdokumentation in den Sprachen Deutsch, Polnisch und Tschechisch. Geschildert wird der Weg der Ideenfindung ausgehend von dem Grundgedanken, Jugendliche über künstlerische Herangehensweisen an Teile nationalsozialistischer Geschichte heranzuführen. Der Band stellt die drei realisierten Einzelprojekte „Dreiländertheater“, „Friedenssteine“ und „Garten der Zukunft“ vor und fasst zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse zusammen, die sich aus dem Zusammenspiel von Kunst und Pädagogik im Zuge der Erinnerungsarbeit ergeben haben.
Textlich aufbereitet haben wir ausgewählte Aspekte aus den Gesprächen mit Künstlerinnen, Teilnehmenden und Begleitteams, Briefe und Kommentare, eigene Beobachtungen sowie Auszüge aus Reflexionstreffen und Schülerfeedbacks.

 

Leistungen / Handlungsumfang
  • Inhaltliche Konzeption der Dokumentation
  • Autorenschaft für die deutschen Ausgangstexte
  • Gesamtredaktion
  • Koordination des gesamten Publikationsprozesses
Zeitraum

2007 bis 2010 (Abschluss 2011 mit einer Dokumentation)

Auftraggeber

Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bonn
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Journal für die Bildungslandschaft Altstadt Nord

Inhaltliche Konzeption und Redaktion eines fortführbaren, einrichtungsübergreifenden Journals für vier Kölner Schulen und zwei Einrichtungen der Jugendhilfe, die sich zu einem Bildungsverbund zusammengeschlossen haben.

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Projekthintergrund

Im nördlichen Teil der Kölner Altstadt entsteht die „Bildungslandschaft Altstadt Nord“. Sechs Einrichtungen als Kern eines Bildungsverbundes arbeiten seit mehreren Jahren auf ein gemeinsames Ziel hin: Zusammen möchte man ein stadtweit erreichbares, lokal orientiertes Bildungsangebot für Lernende aller Begabungen schaffen und so langfristig auf die Verbesserung der Bildungschancen im Viertel hinwirken. Zum Verbund gehören Grundschule, Realschule, Gymnasium und Abendgymnasium sowie zwei außerschulische Institutionen der Jugendhilfe, alle gelegen entlang eines innerstädtischen Parks und angebunden an den umliegenden Stadtteil. Die Einrichtungen teilen Wissen und Ressourcen, verwirklichen gemeinsame Projekte und planen anstehende Bau- und Sanierungsmaßnahmen.
Anliegen des Verbundes war die Etablierung eines Mediums, das über aktuelle Begebenheiten und Vorhaben in der Bildungslandschaft Altstadt Nord berichtet. Es sollten die vielfältigen Entwicklungen und Prozesse im Verbund sichtbar gemacht und noch unverbundene Fragmente zusammengeführt werden, um einen Beitrag für die allmählich entstehende Verbundidentität zu leisten. Gleichzeitig sollte die Idee der Bildungslandschaft auch nach außen in die Öffentlichkeit des Viertels getragen werden.

 

Ergebnis

Vorgeschlagen haben wir ein Journal, dessen Grundkonzept offen und flexibel bleibt, welches die verschiedenen Akteurs- und Zielgruppen mit ihren Anliegen mitdenkt und sich in die bestehenden Strukturen und Ebenen einbettet. Entlang unterschiedlicher Schwerpunktthemen werden die vielfältigen Verbundaktivitäten, übergreifende Projekte und wichtige Begebenheiten stimmig zusammengefügt.
Nach der ersten Ausgabe 2009 sind inzwischen vier Hefte mit einem Umfang von zwölf bis 20 Seiten erschienen. Die Verbundeinrichtungen wirken organisationsübergreifend an der Erstellung der Inhalte mit und übernehmen abwechselnd die Verantwortung für die Herausgeberschaft. Die Art und Weise der Artikel, Kernthemen und Mitwirkung verschiedener Akteursgruppen entspricht der jeweiligen Herausgebereinrichtung.

 

Leistungen / Handlungsumfang
  • Bedarfsermittlung über Stakeholder-Interviews in den einzelnen Einrichtungen
  • Entwicklung des Konzeptes für ein fortführbares Journal für die Bildungslandschaft Nord
  • Schwerpunktsetzung, Detailkonzeption und Gesamtredaktion für die einzelnen Hefte in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Herausgebereinrichtung
  • Verfassen eigener Artikel und Berichte
  • Betreuung des Publikationsprozesses
Zeitraum

Seit 2009 mit ein bis zwei Heften pro Jahr

Auftraggeber

Montag Stiftung Bonn gemeinsam mit den Verbundeinrichtungen

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Imagebroschüre „Sichtwechsel“ für Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in NRW

Netzwerk und NetzwerkBüro stellen sich vor: Einblicke in Themen und Handlungsfelder rund um die Belange von behinderten und chronisch erkrankten Frauen und Mädchen.

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Hintergrund

Seit Mitte der 90er Jahre gibt es mit Netzwerk und NetzwerkBüro in NRW zwei wichtige Verbindungsknoten, mit denen und über die die Interessen und Belange von behinderten und chronisch erkrankten Frauen und Mädchen kommuniziert und in das gesellschaftliche und politische Leben eingebracht werden.

Wunsch der Netzwerkerinnen war die Erstellung einer Imagebroschüre, die Einblick gibt in die vielschichtigen Themen und Aktivitätsfelder rund um die zentralen Lebensthemen von Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Es sollten nicht nur Problemfelder beleuchtet werden, sondern man wollte ebenso konstruktive Veränderungsmöglichkeiten hin zu Gleichstellung und Gleichberechtigung aufzeigen und hilfreiche Empfehlungen anbieten.

 

Leistungen / Handlungsumfang
  • Werkstattnachmittag zur Grundlagenermittlung und zur grundsätzlichen Ausrichtung der Broschüre
  • Konzeption der inhaltlichen Rahmung gemeinsam mit den Netzwerkerinnen
  • Verfassen der Texte für die gesamte Broschüre
  • Redaktionelle Begleitung

 

Ergebnis

Die Broschüre bietet auf 40 Seiten einen Überblick über die vielfältigen Themen, die die Lebenswelt behinderter Frauen prägen, informiert über die wichtigsten Handlungsfelder von Netzwerk und NetzwerkBüro und gibt einen Einblick in ihre Sicht der Dinge als Expertinnen in eigener Sache. Entlang verschiedener Schwerpunkte werden sowohl Alltagsumstände und real existierende Benachteiligungen dargestellt. Gleichzeitig lädt der Band zum Perspektivenwechsel ein und lenkt den Blick auf besondere Potenziale und positive Aspekte, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit mit sich bringen. Beispiele aus dem Wirken der Netzwerkerinnen ermutigen betroffene Frauen und Mädchen ebenso wie in diesem Feld aktive Einrichtungen, bestehende Rechte einzufordern und Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Kommentare und Zitate, ausgewählte Links und Literaturverweise laden zum Nachdenken, Nachforschen und Nachahmen ein.

Zeitraum

2009

Auftraggeber

NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung und chronischer Erkrankung NRW

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